Haugtussa

Hintergrund

Das Projekt Haugtussa hat mich schon viele Jahre beschäftigt. In dieser Zeit, immer wieder überlagert von aktuellen Projekten, verschmolz der norwegische Liederzyklus von Edward Grieg und die Geschichte Arne Garborgs (norwegischer Dichter, welcher die Texte schrieb) in mir mit den unterschiedlichsten Kunstformen. Irgendwann war für mich klar, dass diese hochdramatische und kraftvolle Erzählung ganz wunderbar mit Tanz, sowie zeitgenössischer Musik und Improvisation harmonisieren wird. 

Die Tänzerin Katrin Geller, mit welcher ich schon zusammengearbeitet hatte, erschien mir als ideale Besetzung für die Hauptrolle der Haugtussa. Durch Katrins Erzählungen und ihren Erfahrungen als Tänzerin in Projekten mit der japanischen Butoh-Tänzerin Yuko Kaseki, wurde ich sehr neugierig auf deren Arbeiten. Ich sah mir einige ihrer Arbeiten an und war begeistert von ihrer Bühnenausstrahlung und Expressivität – so fragte ich sie schließlich, ob sie sich vorstellen könne, die tote Schwester Veslemøys zu tanzen. Zu meiner großen Freude sagte sie zu.

Erste Proben fanden im April 2021 in meinem Atelier statt. Mit den Coronabedingungen gar nicht so einfach. Mit den beiden Musiker*Innen Eglof Berger und Haruka Izawa fand ich ein hervorragendes musikalisches Team.

Zusammen mit dem Kameramann Marcel Mayr machte ich zur selben Zeit Probeaufnahmen in einem Waldstück nahe Berlins, welches mir mit seinem dichten Baumbestand als dramatische Kulisse geeignet erschien. Die Bäume haben etwas schwindelerregendes.

Filmkulisse

Durch Stipendiengelder des Deutschen Musikrats (https://musikrat.de) war es mir möglich in der naheliegenden Kulturkirche Nikodemus professionelle Tonaufnahmen zu diesem Projekt zu machen.

Inspirationen zum Projekt

Inspirierendes Material, welches für mich die Stimmung und Aussagen des Liederzyklus unterstreicht.

Bilder von Norwegen um die Jahrhundertwende 
frühere Aufführung von Katrin Geller und Yuko Kaseki